Nach Entlassung von den Bucs: Antonio Brown attackiert Tom Brady

Nach dem Rauswurf bei den Buccaneers hat Antonio Brown offenbar noch nicht genug: In einem Podcast rückte er nun seine Freundschaft mit QB Tom Brady in ein völlig anderes Licht. Wir erinnern uns: Brady war derjenige gewesen, der Brown überhaupt erst nach Tampa Bay gelockt hatte – und ihn zu Beginn sogar bei sich wohnen ließ. Und einer der wenigen aus dem Bucs-Umfeld, die trotz der Aktion vorletzten Sonntag zu Brown hielten und öffentlich für Verständnis und Unterstützung für ihn warben.

Zu Beginn seiner Karriere bei den Bucs sagte Brown über seinen Kumpel Brady: „Tom is a great guy. He’s been in my corner since Day 1. A big brother to me. Always believed in me. Took me under his wing. Helped me get the right perspective. … It’s been a tremendous honor working with Tom. He’s a legend. He’s a winner. He’s a good leader. One of the best human beings I know. I can’t speak enough what he’s meant to me.“

Nun ist offenbar alles anders, denn in dem Podcast meinte Brown jetzt, die Beziehung zu Brady sei sehr oberflächlich gewesen und hätte sich nur darum gedreht, was auf dem Feld passiert. Außerdem regte er sich darüber auf, dass er „nur“ einen „prove it-deal“ von den Bucs erhalten habe (also einen Vertrag, abhängig von seiner Leistung), während Rob Gronkowski einen normalen Vertrag bekommen habe. Das würde, so Brown, belegen, dass „Gronk“ Bradys „Boy“ wäre, er, Brown, allerdings nicht.

Brown scheint dabei wieder einmal vergessen zu haben, dass er schon vor seiner Station bei den Buccaneers als „unhireable“ galt und sein Engagement nur auf Bradys Intervention zurückzuführen war. Natürlich wurde sein Vertrag an Bedingungen geknüpft und es war ein großes Entgegenkommen des Teams, ihn überhaupt einzustellen.

Brown scheint auch vergessen zu haben, dass sein Team ihn eigentlich schon nach dem Skandal um gefälschte Impfpässe hätte entlassen sollen, der zu einer 3-Spiele-Sperre geführt hatte. Da hatte man noch beide Augen zugedrückt. Gelernt daraus hat Brown offenbar nichts, denn nun wurde publik, dass er vorm Jets-Spiel eine Prostituierte zu sich hat kommen lassen – die Corona-positiv war. Brown ist also möglicherweise infiziert auf dem Feld gestanden.

Die Aussagen über Brady stellen zumindest ein großes Fragezeichen hinter Browns Behauptung, sein Trainer Bruce Arians habe von einer Verletzung gewusst und ihn trotzdem und absichtlich aufs Feld gestellt (Brown hatte davor übrigens bereits mehrere Spielzüge problemlos absolviert. Und ist danach bekanntlich äußerst fidel vom Feld gehüpft. Von einer schlimmen Verletzung war da keine Spur). Wer sich nicht mehr an seine Aussagen vom Februar 2021 erinnern kann, bringt vielleicht auch so das eine oder andere durcheinander. (ck)

Bild: Fotomontage, Quelle: Facebook

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