Ex-Miami-Coach Brian Flores: Erst entlassen, nun Rassismus-Klage gegen die NFL und Teams

Ex-Miami Coach Brian Flores ist wütend: Nach seiner Entlassung bei den Miami Dolphins nach 3 Saisonen beschuldigt er die NFL, mehrere Teams und seinen Es-Arbeitgeber des Rassismus. Nicht nur das, er fordert in einer Klage Schadensersatz für das ihm aus seiner Sicht widerfahrende Unrecht.

Flores behauptet, dass die NFL systematisch rassistisch sei und „wie eine Plantage verwaltet“. Sein Unmut stellte sich ein, als er zu einem Job-Interview zu den NY Giants geladen wurde, den Job aber nicht erhielt, da sich das Team offenbar bereits vorher auf einen anderen Kandidaten festgelegt hatten. Außerdem beschuldigt Flores seinen ehemaligen Boss bei den Dolphins des Sportbetrugs: Stephen Ross soll ihm 100.000 $ für absichtliche Niederlagen geboten haben, um im Draft weiter nach oben zu rutschen. Das war allerdings schon 2019.

Bei aller Kritik stellt sich die Frage, warum Flores erst jetzt an die Öffentlichkeit geht. Die Vorwürfe des Sportbetrugs stammen laut ihm von vor 3 Jahren, sollten sie stimmen, hätte er sie bereits damals publik machen müssen. Zudem mutet es etwas seltsam an, just nach der Entlassung (wegen mangelnden Erfolgs, nach 3 Saisonen) mit Rassismus-Vorwürfen gegen das Ex-Team und die gesamte Liga zu kommen. Gäbe es entsprechende Missstände, hätte Flores als aktiver NFL-Coach mehr dagegen unternehmen können. All das ignoriert auch das Faktum, dass die Mehrzahl der NFL-Spieler schwarz ist, sie zu den Topverdienern der Liga zählen und es inzwischen auch eine große Anzahl an schwarze Quarterbacks gibt. (nfp)

Bild: Screenshot Youtube / Msnbc

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